Besucher
160039

 

 

ohne Rand Logo kk ll farbe RGB 72dpi 26x12cm

 

 

 

Bethel-Briefmarkenbox-300x250

Friedensraum

FriedensraumDer Friedensraum wurde im Mai 2010 als Ort des Gedenkens an alle Opfer der vergangenen Kriege und zur Mahnung an den Frieden neu gestaltet. Bewusst soll hier nicht nur an die gefallenen Soldaten, sondern exemplarisch auch an die zivilen Opfer erinnert werden, die die Kriege gefordert haben. Der noch freie Platz ist offen für geschichtliche Projekte.

Das Kreuz vor der im Fenster dargestellten Bruchlinie deutet auf den Ort, in dem alles Leid geborgen ist, das Menschen einander zufügen, und drückt die Hoffnung auf Versöhnung und Frieden aus.

Die älteste Tafel im Raum erinnert an Gefallene des Deutsch- Französischen Krieges (1870 – 1871), in dem auch drei junge Soldaten aus Schwarzenbek fielen.

Die Gedenktafel daneben aus dem Jahr 1922 erinnert an die Opfer des 1. Weltkrieges (1914 – 1918). Die Tafel enthält die Namen von 72 Gefallenen: 61 aus Schwarzenbek, acht aus Grove, zwei aus Rade-kamp und einem aus Grabau.

Das Buch auf dem Tisch ist in den 1950er Jahren entstanden. In ihm haben Schwarzenbeker die Namen und die Geschichte ihrer Ange-hörigen verzeichnet, die als Soldaten im 2. Weltkrieg (1939 – 1945) ihr Leben verloren.  Die genaue Zahl der Gefallenen aus Schwarzenbek lässt sich nicht mehr ermitteln. In Archivunterlagen sind 112 gefallene Soldaten genannt. Hinzu kommen die zivilen Opfer des Krieges in Schwarzenbek.

Die Tafel auf der gegenüberliegenden Seite bringt das Unrecht und die zivilen Opfer des 2. Weltkrieges exemplarisch in Erinnerung. Die Tafel entstand in einem Konfirmandenprojekt des Jahrgangs 2010/12 und verzeichnet 23 Kinder überwiegend polnischer Zwangsarbeiterinnen und 23 Kinder baltischer Flüchtlinge, die auf dem Neuen Friedhof begra-ben wurden. Die Geschichte beider Gruppen von Kriegsopfern ist auch nachzulesen in der Informationsbroschüre, die auf dem Tisch ausliegt.

Die Grabsteine entlang der Wand unterhalb der Tafel enthalten vor allem die Namen baltischer Flüchtlinge. Die Schriftzüge wurden auf die Rückseiten ausgedienter Grabsteine gemeißelt.

Auf dem Neuen Friedhof befindet sich ein Gedenkstein, der die Namen der Zwangsarbeiter/innen und baltischen Flüchtlinge bewahrt, die heute noch dort begraben sind.