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Glaube

Glaube 01Es beginnt mit der Taufe. Die Taufe macht mich zum Christen. Nun gehöre ich dazu. Was das heißt, begreife ich erst allmählich. Ich muss viel lernen über das Christentum. Christ werden ist ein Akt (Taufe); Christ sein ist ein Prozess. Der Glaube kann und sollte reifen wie ein Wein.  

Grundlage ist ein dickes Buch, die Bibel. Darin finde ich ein Grundgesetz für das Leben der Menschen, die Zehn Gebote, und das wichtigste Gebet der Christen, das Vaterunser, und die großen mythischen Texte über Adam und Eva, Kain und Abel, David und Goliath, die zur Weltliteratur zählen, und schließlich sehr viele Berichte über Jesus. Jesus, ein gläubiger Jude, gilt als Vorbild oder als Revolutionär, als ‘Sohn Gottes’ oder als Heiland und als Religionsgründer. Er ist die zentrale Figur des christlichen Glaubens.   Die Bibel, ursprünglich hebräisch, aramäisch und griechisch gehalten, wurde in weit über zweitausend Sprachen übersetzt. Die wichtigste deutsche Übersetzung stammt von dem Reformer Martin Luther (1483-1546), dem Vater der evangelischen (reformatorischen, protestantischen) Kirchen.

Glaube ist mehrdeutig:  

Viele Jahrhunderte lang hielt man sich an ‘Glaubenssätze’, die formelhaft in ‘Glaubensbekenntnisse’ zusammengefasst waren. Es ging um theologisch korrektes Reden.

Die christliche Religion begegnet den Menschen vor allem als christliche Kultur. Dazu gehören der Kult, die Liturgie, die organisierte Kirche, die Feste, viel Architektur, Musik, und Literatur. und schließlich: das alles Denken beeinflussende christliche Denken. Es geht um den Glauben als konkret im Alltag erlebbare Wirklichkeit.  

Zum Glauben gehört wesentlich das Vertrauen (zu Gott), die Liebe (zu Gott und den Menschen), die Treue (Glaube hängt sprachlich mit geloben, Gelöbnis, Lieben zusammen). In diesem Sinne wird der Glauben also gelebt, erlebt, gefühlt. So kann er zu einem Element der menschlichen Existenz  werden.  

Die Zielwerte des christlichen Glaubens sind Freiheit und Hoffnung. Mit diesen Werten wirkt der christliche Glaube langfristig in die nichtchristliche Welt.

Siegfried von Kortzfleisch (20. 4. 2011)